|
|
|
22. Juni |
| Heute morgen habe ich mich von meinen Eltern verabschiedet und bin mit dem Zug von Salgesch nach Zürich gefahren. Dort stieg ich ins Flugzeug von British Airways nach London. Aufgrund nichtgenannter Probleme verspätete sich der Start in Zürich, sodass ich im allerletzen Moment in London ankam. Dort wurde ich von einer Flughafenpersonalin backstage zum nächsten Abfluggate gebracht. In London verspätete sich der Abflug wiederum, sodss ich in Montreal erst um 19:57 Uhr ankam. Dafür hatte ich aber einen vollen Magen und gehörig viel vor geschlafen. Nun aber "schnell" durch den Zoll, dann zum Gepäck, mit dem Gepäck zu einem Taxi und mit dem Taxi zum Holiday Inn Airport Hotel. Trotz den Strapazen und den zusätzlichen Stunden an diesem Tag, konnte ich im Hotel nicht einschlafen, was warscheinlich etwas mit den 5 Kaffees vom Flug zutun hat. |
23. Juni |
So, das war eine schreckliche Nacht. Um 1:00 Uhr bin ich eingeschlafen und um 5:17 Uhr bin ich aufgestanden. Es war mir unmöglich länger zu schlafen, denn ich war hell wach. Das Zimmer hier im Hotel ist toll, jedoch hat es eine laute Lüftung, deren Stecker ich erst jetzt gerade heraus gezogen habe. Nun werde ich mal gemütlich das Hotel und seine Einrichtung erkundigen. Es hätte zwei Pools, einen Aussen- und einen Innenpool - jedoch regnet es und der Innenpool wird gerade neu gestrichen. Nach diesem Frühstück brauche ich sicherlich kein Mittagessen.
Während einem kurzen Spaziergang entdeckte ich, dass die Kanadischen Autos grössere Motoren haben und das Autokennzeichen ist nur am Heck vorhanden. Die Hotels sehen aus wie Lagerhallen, das Wetter läst zu wünschen übrig. Die WM wird übertragen (Hopp Schwiiz) und Skype funktioniert. Gute Nacht. Fotos zum Tag |
24. Juni |
Eine etwas erträglichere Nacht. Um 12:00 Uhr heiss es auschecken. Das Frühstück liess ich aus, um beim Mittagessen richtig zuschlagen zu können. Auf halbem Weg Richtung Gastfamilie (per Taxi), ass ich dann in einem Pizza Hut für blosse 8.99 CAD von einem Büffet à discretion - Hammer! Nun hatte ich noch ganze 7 Stunden zu vertrödeln, da meine Gastfamilie erst um 20:00 Uhr daheim ist. Also machte ich mich zu Fuss weiter auf den Weg und das bei klarem Himmel und heissen Sonnenstrahlen. Folgende Sachen erstaunten mich; die meisten Autos sehen getuned aus, obwohl sie es nicht sind, die meistgesehensten Autos sind der Lexus RX 330 (CH: Lexus RX 300) und der EMC Yukon XL (CH: Noch nie gesehen). Die haben einfach alle Monstertrucks.
Die Flora ist ähnlich wie in den Salgescher Reben - Ackerwinde und Schachtelhalm.
Der Strassenzustand ist miserabel. Die Strassenampeln blinken teilweise recht lustig und wirr. Die Fusgängerampeln könnten auch als Winkzeichen einer roten bzw. weissen Hand verstanden werden.
Dann ging ich in einen Supermarktkomplex, dort schaute ich, in einem der 9 Kinosäle, den Film "The DaVinci Code" an -> sehr spannend und interressant. In der Pause hohlte ich mir eine large Coke (wohl eher Xtra large = ca. 1 Liter).
Nun aber hin zur Gastfamilie. Auf dem Weg sah ich innert 30 min 3 Flugzeuge, Werbeplakate nachziehen. Zur Gastfamilie: antik eingerichtetes Haus, nette Leute, der Mann ist aus Jamaica [Jameica]. Fotos werden dann noch folgen.
Gute Nacht. |
25. Juni |
Heute bin ich zum ersten Mal im Stadtzentrum gewesen. Ich rekognoszierte den Weg zur Schule und den Standort der Schule (militärisch ausgedrückt). Der Hinweg war recht einfach, ich nahm den Bus 138 (hätte aber auch den Bus 104 oder 161 nehmen können (und das total ausserhalb vom Zentrum)), dann hiess es ca. 35 Minuten Bus fahren, nun 10 Minuten zu Fuss, schon bin ich da.
Danach bin ich ins Centre Infotouriste gegangen. Dort wurde ich wunderbar informiert und mit Prospekten und Karten eingedeckt, alles gratis verstehe sich. Nun ging es los, ich machte mich zu Fuss auf den Weg und kam an einer Kirche vorbei, der Cathédrale Christ Church. Und als ich eintrat, hat gerade eine Messe begonnen. Ich wohnte ihr bei, und bemerkte bald, dass die Melodien der Lieder genau gleich sind wie in der CH. Und die Texte sind fast 1:1 übersetzt z.B. "Peace be with you". Weiter fiel mir auf, dass recht strube Personen zu sichten sind; zwei Reihen vor mir ist z.B. eine Frau mit einem Velohelm auf dem Kopf, oder im selben Bank wie ich, ist weiter rechts eine jüngere Frau, mit Riesen Brillen (aber nicht die coolen).
...
Nun machte ich mich auf den "Heimweg", dieser dauerte statt den erwarteten 55 Minuten, etwa 110 Minuten, da ich einfach keine geeignete Bushaltestelle fand. Tja, jetzt bin ich ja angekommen.
PS: Das Nachtessen war wunderbar. Fotos zur Cathédrale Christ Church. |
26. Juni |
6:45 Uhr, ein neuer Tag beginnt. Mein erster Schultag und ich bin nicht einmal nervös; gut, was soll schon gross passieren. Und tatsächlich. Der schriftliche Test hatte ich innert der vorgeschriebenen Zeitlimite fast fehlerfrei abgegeben und der mündliche Test: no problem! Dann war der erste Schultag schon vorbei. Im Klassenzimmer traf ich noch einige CH, wobei ich ihnen direkt sagte, dass ich mit ihnen nicht in Kontakt treten möchte. Stattdessen traf ich noch andere interessante Kulturen und solche, die es noch werden möchten (kulturisiert). Auf der Jagt nach Mittagessen fand ich nur TVs mit WM-Spielen. Doch, geschafft, schaut euch das mal an (der Kommentar, dass ich keine Essensbilder machen kann, akzeptiere ich).
Jetzt aber ab auf die Suchen nach eine WM TV. Hei, Frei..... Nur noch 6 Minuten und dann Penaltischiessen, doch was ist das? Der TV geht nicht mehr. Ja, tatsächlich, ich habe den Rest nur noch per SMS mitgekriegt. Tja, habe wohl nicht viel verpasst.
Auf dem Heimweg, bin ich noch an zwei 24 h Mc Donald's vorbei gekommen - musste gerade mal erwähnt werden. |
27. Juni |
Heute erlebe ich ein hiesiges Phänomen, dass ich in der Schweiz nicht kannte; Ein unglaublich sanfter Regen und jetzt wird's heiss und stickig. Voilà, damit bekomme ich bei Meteo Schweiz wohl keinen Job. Der erste richtige Schultag und erste Gespräche mit meinen Klassenkameraden zeigen, dass sie sehr nett und offen sind; das erfreut mich. Wir sind diese Woche 10 Schüler in der Klasse, vorausgesetzt dass alle da sind. Für die nächste Woche sind 300 neue Schüler geplant, dass heisst, dass wohl auch meine Klasse etwas Zuwachs kriegen wird.
Der heutige Nachmittag gestaltete sich als so genannten Skype-Nachmittag im Presse Café. Dann ging ich zurück zur Gastwohnung. Nachdem ich die Hausaufgaben, wie es sich gehört, ordentlich und vollständig erledigt hatte, machte ich mich auf eine Erkundigungstour. Doch vorher sagte mir die GF, dass sie hier als einzige Jamaicanische Familie in einem Judenviertel wohnen, inkl. Kirche und Luxusautos. Diese Luxusautos werde ich dann noch irgendwann mal fotografieren gehen. Gerade um die Ecke hat es noch 2 Baseballplätze und einen Park mit Kinderspielplatz. |
28. Juni |
Schon wieder schlechtes Wetter. Nun bin ich bald schon eine Woche hier in Kanada und habe wohl noch keinen ganzen Tag Sonnenschein erlebt. Schule OK. Beim Mittagessen kam ich auf die komische Idee: " Bier zum Essen", doch als ich die Rechnung bekam, bemerkte ich, dass das Bier teurer war, als das Essen. (Heineken - Import - Tolle Idee!). Dann setzte ich mich in die Métro und in den Bus, das ist mein neuer, schnellerer Heimweg (ca. 45 Minuten).
Jetzt beschloss ich einen Kino-Besuch abzuhalten. Ich schaute mir den Film "Cars", ein leicht verständlicher Kinderfilm über sprechende Autos - sehr lustig. Zu meinen vielen Kinobesuchen nur dies: Ein Kinoeintritt kostet hier 3mal weniger als in der CH!
Nun wollte ich noch einen Notizblock posten gehen, doch in diesem Supermarkt gab es keine Notzblöcke. Nur Regale, deren Auswahl proportional zur Protuktgrösse sind. Diese Amerikaner haben einfach einen Drang zu übernötigem, einige Beispiele: 5kg Butter, 2,5 Liter Coka Cola, 2 kg Erdnussbutter. Und wenn man zwischen zwei Tiefkühlabteilen hindurch läuft, könnte man meinen man sei in der Antarktis.
Dann ab nach Hause, Hausaufgaben machen und Tagebuch erneuern. Gute Nacht. |
29. Juni |
Juhui, meine erste Prüfung steht bevor. Und schon ist sie vorbei; bestanden, bravo ;-)
Jetzt gehe ich wieder mal etwas essen, jedoch ohne Bier! Das Resultat war 2 riesige Stücke Pizza und eine 591ml Coke, diese für unsere Verhältnisse komische Menge an Coke, ist hier jedoch normal, weil die Flaschen und Dosen irgendwo abgefüllt wurden, wo nicht das Metrische System gilt.
Heute ist der offizielle Start des FESTIVALS INTERNATIONAL DE JAZZ DE MONTREAL, des grössten Jazzfestival der Welt. Bis am 9. Juli sind hier die Grössen des Jazz, Worldmusic, Rock und Pop zu bewundern. Ich sage nur eins: Immens! Draussen hat es 11 Bühnen, mit Gratiskonzerten von 12:00 Uhr bis 24:00 Uhr (unglaublich hä?) und dann hat es noch 7 Konzertsäle, ein Kino, ein Jamsessions-Saal, 3 Jazz-Clubs und eine Piano-Solo-Kapelle (Immens hä?) Ja, dass ist wohl ein Grund dafür, dass es mir nicht unbedingt so langweilig wird. Um nur einige der bekannten Jazzer zu nennen: Gestern spielte B.B. King (geht ja noch), heute Ravi Coltrane, der Sohn von John Coltrane, morgen gehe ich Chris Potter hören, übermorgen spielt Wayne Shorter und das sind nur die ersten 4 Tage. Geil!!!
Ich habe mal einige Fotos vom meinem Weg zum Jazzfestival geschossen. Ich glaube es ist zu erkennen, ab wann die Fotos vom Festival sind.
Und hier habe ich noch ein Video von den Accoules Sax aus Marseilles FR. Also hier gefällt es mir. |
30. Juni |
Endlich, heute habe ich es geschafft mal wieder richtig lang zu schlafen. Jetzt habe ich wohl den Jetlack überwunden. Heute ist der so genannte Canada-Day. Das ist in etwa dasselbe wie der 1. August bei uns.
Und ab zum Jazzfestival, was etwa 1 Stunde Bus und Métro mit sich bring. Dort angekommen staune ich aufs Neue - noch mehr Leute als das letzte Mal.
Es empfangen mich die zauberhaften Klänge der Accoules Sax. Dann folgt wieder ein Konzert nach dem andern. Auf einmal sehe ich den Saxophonisten Maceo Parker von weitem, wie er, von Sicherheitsleuten begleitet, durch den Hintereingang eines Konzertsaals geht. Ach das ist doch schön. Was mir sonst noch so auffällt; massenhaft Sicherheitsleute und Putzpersonal (es nützt, denn es ist wirklich sauber). Dann, wie könnte es auch anders sein, fängt es wieder an zu regnen. Toll, und ich habe keinen Regenschutz. Darum gehe ich in ein Souvenirshop auf dem Festivalgelände; dort frage ich einen der dort arbeitet, ob sie Regenmäntel verkaufen. Er meint dazu nein, aber ich könne einen von diesen offiziellen Mitarbeiterregenmänteln gratis haben. Danke. Doch der Konsequenzen war ich mir nicht bewusst. Nun wurde ich von allen und überall gefragt, wo dies und das sei: I'm really sorry, but I don't know.
Nun hiess es Time to go to the Gésu - Centre de créativité. Ein Indoor Konzert vom Feinsten schreibe ich euch. Chris Potter's Underground. Der Saal ist voll, endlich kommen die Musiker auf die Bühne. Chris Potter wird zurzeit als bester Jazz Saxophonist betitelt, jeah. So ein super Konzert; melodiös, technisch versiert, einfach bezaubernd. Ich habe noch nie ein so exaktes Livekonzert erlebt, mit so komplexen Rhythmen. Grund der ersten Zugabe: Standing Ovations. Doch eine zweite Zugabe gab es trotz erneuter Standig Ovations nicht mehr. Resümee: 1 3/4 h Konzert, das mich überwältigt hat.
Dann hatte ich noch Glück, dass ich die letzte Metro erwischte, sonst hätte ich mit dem Taxi zurück müssen. |
2. Juli |
Jetzt fängs damit an, dass ich nicht mehr über jeden Tag schreibe - so ist's auch gemütlicher zu lesen.
Heute ging ich mit der Gastfamilie zur Messe, to mass oder to church, wie sie das hier so sagen. Schon die Autofahrt zur Kirche war recht spannend, denn es bewahrteitete sich was ich schon lange befürchtet hatte: Diese Kanadier können einfach nicht Autofahren. Dann sind wir heil ausgestiegen, laufe ich vorann, ohne zu wissen wo diese Kirche sein mag. Ich dachte mir: die werde ich dannn sicher irgendwo sehen. Weit gefehlt, daran vorbei gelaufen bin ich. Es sah von aussen fast aus wie ein normales Haus. Dann die zweite Überraschung, alle sind schwarz. Tja, das hätte ich trotz schwarzer Gastfamilie nicht gedacht. Jeder kennt jeden und ich werde überall vorgestellt. Dort kam ich mir schon irgendwie ein bisschen zu weiss vor. Aber es sind alles ganz nette Leute. Nun kommt aber das Beste; Die Messe fängt an, eine Rockband spielt, es wird gesprochen, gesungen, getantz und umhergerufen - oh jeh, was geschieht hier? Eine typisch Amerikanische Messe, mit Gospelchor und allem drum und drann. Ach, geklatscht wird auch noch - wenn's nur das wäre. Die Predigt war sehr interessant, denn es handelte darum, wieso die jungen Leute nicht mehr in die Kirche gehen, was ich bei einer solchen Messe überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn es ist alles erlaubt, was draussen auch erlaubt ist. Ach, getrunken wird auch noch.
Dann ging ich wieder ans Jazzfestival. Toll.
Dann Mittagessen: Double Big Mac, mit 4x Fleisch und 2x Käse - ein Traum für jeden Vielesser. Dann Festival. And back to the Hostfamily or Guestfamily. |
3. Juli |
Montag - genau wie in der CH. Alle sind einwenig langsam und alles funktioniert etwas mühsamer. Die Schule war dementsprechend etwas langweilig.
Dann ging ich ans Jazz Festival, wo ich auf der Toilette feststellen musste, dass es in Kanada wohl wirklich kein 3-lagiges Toilettenpapier gibt. Dann als keine wirklich gute Band da war, ging ich ins Kino: "Click" - ein Film, der alle Emotionen abdeckt. Nach dem Film ging ich zurück ans JF, denn heute spielte Jamie Cullum. Leider gab es keine Tickets mehr, nicht mal mehr auf dem Schwarzmarkt. Das britische Enfant terrible des Jazz, der verspricht niemals zweimal dieselbe Show zu machen. Das wäre wirklich toll gewesen, denn mit seinen Liedern habe ich viele schöne Momente in den letzten 2 Jahren zu verbinden. Doch, als ich kopfhängend das Gebäude verliess, entdeckte ich eine kleines Schild, wo drauf stand: "Ce soir, Jamie Cullum, donne ici des signatures, après le concert". Wenn das nur stimmt. Also stehe ich vor diesem Laden und warte, warte, und es sind nur 5 Personen vor mir. Dann, das Konzert ist fertig, die Leute strömen aus dem Saal, alle kommen daher, und ich bin der 6. in der Reihe - das ist mal wieder aufgegangen. Die Schlange ist im Geschäft lang und vor dem Geschäft noch länger. Dann: warten - warten. Danach: die Leute vor dem Geschäft beginnen zu blitzen - er kommt - tobender Applaus - sitzt sich dar - macht eins, zwei Spässchen und fängt an zu unterschreiben. Nun bin ich dran. Er meint: "I'm happy to see you here." und ich: "So am I! Thank you", darauf er: "Thank you!"
Dann auf dem Heimweg sah ich noch einen Hochhausbrand der Extraklasse; 6 riesige Feuerwehrwagen rasen mit Sirene und Blau-Rot-Gelb-Weisslicht, ohne Rücksicht auf rote Ampeln, zum Hochhaus. Dann fährt mein Bus ab. Während der Busfahrt kommt uns noch ein Feuerwehrwagen mit diesen verschieden Lichtern und Sirene entgegen. Dann Noch eine Strassensperre mit 5 Blau-Rot-blinkenden Polizeiwagen. So, dann noch Regen und ich bin in der Wohnung. Gute Nacht. Fotos vom 3. und 4. Juli. |
4. Juli |
Schule cool, habe mich eingelebt. Witzig und kurzweilig. 9 Mädchen/Frauen, 2 Jungs/Männer. Nach Schulschluss folgt eine Informationsveranstaltung über einen möglichen Ausflug nach Ottawa, der Hauptstatt von Kanada. Dann gehe ich mit Daniela aus Brasilien Mittag essen. Und dass keine Missverständnisse entstehen: Daniela ist 30 Jahre alt und mit Enrico verheiratet. Wir gehen zum Olympiastadion. Dort werden wir von einem netten Guide umhergeführt. Einige interessante Daten: Das Olympia Stadion kostete 3mal mehr als geplant. In diesem Jahr, also 30 Jahre nach der Olympiade, wurde es abgezahlt. Es beinhaltet 6 Schwimmbecken und ist somit das grösste bedeckte Schwimmbeckenstadion der Welt. 74000 Personen haben Platz drin. Es hatte ein einziehbares Dach, was nun aus Kostengründen fix ist. Das Vélodôme wurde zu einem Biodôme umgebaut, welches 4 Jahreszeiten inkl. deren Vegetation und Tierwelt beinhaltet.
Dann gingen wir ins Viertel Chinatown vom Montreal. Dort soll es möglicherweise billigere Varianten einer Bustour nach Ottawa geben. Wir werden uns das aber nochmals überlegen, denn so viele Chinesen ist uns ein bisschen unheimlich.
Und schon wieder am Jazz Festival. Daniela bekam einen Insidertipp, dass Seu Jorge, ein international bekannter, brasilianischer Musiker und Filmstar ("City of Gods" und andere), ein intimes Konzert geben wird. Tatsächlich, etwa 20 Leute waren da, und man konnte mit ihm reden. Ich auf französisch, sie auf portugiesisch. Dann ab nach Hause, Tagebuch erneuern und Hausaufgaben erledigen. Fotos vom 3. und 4. Juli. |
5. Juli |
| Das nenne ich einen ganz normalen Tag; 6:30 Uhr aufstehen, duschen, Frühstück, ab in die Schule und schon ist der Morgen um. Dann gingen Daniela und ich ins Biodôme. Das Vélodôme, der Olympidade 1976 wurde zu einem Biodôme umgebaut, welches 4 Jahreszeiten inkl. deren Vegetation und Tierwelt beinhaltet. Genial, kann ich nur sagen; zuerst, in den Tropen, schwitzt man, dann am Schluss, in der Antarktis, hat man zu kalt. Dann gingen wir nach Chinatown und buchten die Bustour nach Ottawa. Dann ans Jazzfestival und nach Hause. Schaut euch mal diese Fotos an. |
6. Juli |
Heute, nach der Schule, war ich wieder mal auf eigene Ferse unterwegs. Ich wollte eigentlich zuerst mir meine Haare schneiden lassen (to have my hair cut (passiv)), doch dann entschied ich mich doch anders. Ich nahm mir vor, den Mont Royal zu erklimmen. Das ist nur halb so schlimm, wie es klingt, denn es führt eine 3 Lastwagenbreite Strasse, mit nicht einmal 5%iger Steigung nach oben. Doch nach ca 5 km ist man da und hat eine unglaubliche Aussicht. Die Fotos sprechen da wohl für sich. Der ganze Spass dauerte gut 4 Stunden, denn ich habe es richtig genossen. Es hat sonst keinen einzigen Hügel weit und breit.
Dann war wieder Jazz Festival Time und ich ging an eine Bekanntmachung von Oliver James, einen wirklich bekannten Jazz Pianist. Er erzählte von seiner Kindheit und von der Zukunft. Die Fragen wurden in Französisch gestellt, doch diesem, wirklich komischen Quebec Französisch kann man fast nicht zuhören. Die haben so ein Laut, ich sage im den "Zg", das haut einen fast um. Ich habe hier wunderschöne Fotos, mit dem Weg zum Mont Royal, der für uns bekannten Vegetation, dem wunderbaren Ausblick und dem Jazz Pianisten Oliver James, der übrigens schon 17 CD, 2 Biografien, eine DVD heraus hat, und mit über achtzig noch um die 60 Auftritte pro Jahr hat. Zudem gibt's hier noch eine von mir aufgenommene Live-Aufnahme. Und hier ein Video vom wunderbaren Ausblick vom Mont Royal. |
7. Juli |
Freitag, das heisst Prüfungstag. Doch die Prüfung war kein Problem. Dann habe ich mir eigentlich zuerst gedacht, dass es ein gemütlicher Nachmittag in der Wohnung geben wird. Doch das änderte sich, als mich Daniela fragte, ob ich mit ihr und einer anderen Daniela in den Botanischen Garten gehen möchte. Ich willigte ein; Gott sei Dank. So ein wunderschöner Park, mit Themen wie Alpen, Asien, Nord Amerika, China, Japan. Zudem haben noch verschiedene, bekannte Gärtner Teile des Parks gestaltet. Die Grösse kann man sich fast nicht vorstellen, als kleiner Hint: Mit einem Fahrzeug hatten wir 8 Minuten, um von "unten" nach "oben" zu kommen.
Als wir von uns ein Foto machen liessen, hörte ich von einer Klassenkammeradin sagen: "He is rich, he's from St. Moriz!" Da war also nun einer von diesen zahlreichen Schweizer, denen ich immer aus dem Weg ging. Doch nun nach mehr als 2 Wochen sprach ich vor Ort mit jemandem Walliserdeutsch.
Zurück zum Park:
Jede Pflanze und jeder Baum ist angeschrieben, und da es in Montreal sehr häufig regnet, ist die Bewässerung kein Problem. Genau an diesem Tag hat es aber nicht geregnet, und man konnte die herrlichen Düfte der Rosen, Tulpen und der anderen wohlduftenden Pflanzen riechen.
Am Abend hatte ich 167 Fotos auf der Kamera, jedoch habe ich sie nun auf eine Anzahl zurückgelöscht, die für einen Betrachter erträglich ist. Man geniesse. |
8. Juli |
Samstag, und um 05:00 Uhr aufstehen. Heute geht's auf nach Ottawa, der Hauptstadt von Kanada. In Chinatown habe ich mit Daniela und Carolina (52) abgemacht. Dort fährt auch unser mega Auto ab - 15-Plätzer sieht von aussen wie ein Auto aus, aber im Innern wie ein Bus. Dann fahren wie los und mir wird bald klar, dass diese Autobahnen nicht mit denen von der Schweiz mithalten können. Zur Vorstellung: Als Ausgangspunkt nehme man den Monte Generi im Tessin, mit seinen ganzen Strassentrennungen, dann füge man noch einige Risse, Schlaglöcher und Sprungschanzen hinzu, und man erhalte eine Kanadische Autobahn. Führ den Fahrstiel des Fahrers habe ich keinen möglichen Vergleich - 1000x gasen +bremsen.
Das erste Ziel war das Parliament Building, wo gerade ein Gardenwechsel stattfand. Nach meinen militär-musikalischen Erfahrungen kann ich nur soviel sagen:
Instrumente sind in einem miserablen Zustand, am besten stimmten die Dudelsäcke, militärisch sehr gut, doch musikalisch mässig.
Dann gingen wir in eine Münzfabrik, in welcher man leider keine Fotos machen konnte. Von den Produktionsschritten hat man so ziemlich alles gesehen. Zwei Zahlen: Es werden täglich 8000 Qualitäts-Sammelmünzen hergestellt; das Gold, das hergestellt wird, ist 99,999% rein - das reinste der Welt. Am Schluss der Tour konnte man einen Goldbarren im Wert von 300000 Dollar hochheben. Toll, wirklich toll.
Mittagessen war in einem Chinesischen Fast-Food Restaurant. Wir versuchten von allem ein bisschen. Und machten den Chinesen alles nach. Das Essen war sehr gut, das hat mich sehr überrascht.
Danach ging's ab ins Canadian Museum of Civilization, ins grösste Museum der Welt. Hierzu nur soviel: Ich habe noch nie ein so gut gemachtes Museum gesehen doch man bräuchte sicherlich 3 Tage um alles gesehen und gelesen zu haben.
Nun besuchten wird den Governor of Canada, es ist eine Sie und in ihrem Haus durften auch keine Fotos gemacht werden. Scheinbar habe es da noch Silbergeschirr von Queen Elisabeth, was sie bei einem Besuch da vergessen haben soll.
Am Abend in Montreal wollte ich noch ein Feuerwerk anschauen, doch als ich der Gastfamilie anrief um zu sagen, dass ich spät kommen werde, sagten sie mir das gehe nicht, ich solle sofort zurückkommen. Oho, was habe ich wohl falsch gemacht?... In der Wohnung angekommen, kommt die Frau und entschuldigt sich bei mir, es tue ihr so leid, aber sie habe gedacht, ich sei der neue Gast (12 Jahre alt, aus Mexico), der schon am ersten Tag irgendwo weg will. Tja, Feuerwerk verpasst, aber ist ja nicht so schlimm, denn jeden Samstag findet eines statt. Also hier sind die Fotos. |
9. Juli |
Das Wetter ist heute tip top. um 10:00 Uhr haben wir vor der Schule abgemacht, doch jeder kam gemäss den Pünktlichkeitsregeln seines Landes. Ich (Schweiz) 9:58 Uhr, Daniela 1 (Brasilien) 10:06 Uhr und Daniela 2 (Brasilien) 10:35 Uhr beim Metroeingang getroffen, als wir schon gehen wollten.
Vieux Montréal stand auf dem Plan und dieser Plan wurde trotz mässiger Verspätung durchgezogen. Dort musste ich mal den 2% Französisch sprechenden Damen erklären, dass Hôtel de Ville kein wirkliches Hotel ist, sondern die Stadtverwaltung. Nun sah ich zum ersten Mal den Strom Saint-Laurent. Dieser Strom am Hafen eine Geschwindigkeit von 1-2 km/h und weiter draussen eine Geschwindigkeit von mehr als 45 km/h. Aus diesem Grund können nur Boote passieren, die schneller als 45 km/h fahren können. Dort am Hafen konnten wir live miterleben, wie ein Boot ausser Kontrolle rückwärts fährt. Das war recht spektakulär, denn es Rammte den Steg und hatte dann einen Riss im Bug. Ob es dann unter gegangen ist, kann ich nicht sagen, weil wir dann eine Kutschenfahrt durch Vieux Montréal unternahmen. Das war sehr aufschlussreich: Unter den Strassen von Vieux Montréal fliessen 3 unterirdische Flüsse. Der Hafen von Montreal ist der grösste Frachthafen der Welt und der 2. grösste Container Hafen in Nord Amerika, doch diesen Teil haben wir nicht besichtigt... Und sonst noch so interessante Sachen, die ich jetzt hier nicht alle aufschreiben kann.
Dann spazierten wir einwenig umher und sahen eine französische Strassenbeiz. Dort assen wir für 12.XX Dollar einen Salat, Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Kaffe. Was will man mehr.
Nach dem feinen Essen machten wir eine Verdauungspause in einem Park am Ufer des Saint Laurent Stroms. Jetzt aber: Eine Tour mit dem Amphi Bus. Dieses Gefährt konnte sich auf Land und auf dem Wasser
fortbewegen. Es war sehr spannend, als man ins Wasser fuhr, doch alles war dicht und wir fuhren tatsächlich auf dem Wasser.
Dann noch ein Bisschen hier und da, und ein schöner Tag mit leichtem Sonnenbrand ging vorbei.
Und natürlich gibt es auch Fotos. |
11. Juli |
Heute hab ich in der Schule viele interessante, neue Wörter gelernt. Leider sind diese alle auf Polnisch oder Portugiesisch, was meinem Englischwortschatz nicht so nützt. Nach der Schule machte ich mich alleine auf die Ferse. Doch ohne Plan und Ziel. Ich habe mir gesagt, ich steige einfach mal an der Metro-Station, aus wo viele aussteigen. Das war Berri-UQAM. Und die meisten stiegen nur um, also nächste Metro und weiter. Das schlussendliche oder womöglich vorläufige Ziel war Jean-Drapeau - Doch hier verteilt sich die Menschenmenge.
Mir fällt sofort eine riesige Kugel auf, die ich am Sonntag vom Amphi-Bus aus schon gesehen habe. Ein imposantes Bauwerk, das man von weitem sieht, aber doch hindurch schauen kann. Darunter hat es verschiedene Museen. Ich besuchte ein sehr interessantes, über Wasser. Hierzu nur etwas was mich überraschte; Der erste Notruf der Titanic ging am Hafen in Montreal ein, dort wurde der Notruf an Halifax weitergeleitet.
Als ich das Museum verlassen habe, bemerkte ich, dass heute unnötig heiss ist. Wenn ich nun schon auf der kleinen Insel bin, auf der das Formel 1 Rennen statt findet, muss ich schon dort rüber gehen. 5 Minuten Fussmarsch und schon sieht man eine Kurve. Auf dieser Strecke kann man mit dem Auto, mit dem Velo oder mit Roller die Strecke der Rennprofis abdüsen, jedoch mit maximal 30 km/h.
Szenenwechsel: Diesmal brachte mich die Menschenmenge vor eine geschlossene Basilika, aber da werde ich sicherlich nochmals hingehen. Einige Fotos können wie immer betrachtet werden.
Ach, ich habe eine neue Frisur, aber nicht so extrem wie nach dem Coiffeurbesuch, dann sah ich aus wie David Beckham, als er noch eine schöne Frisur hatte. ;-) |
14. 15. 16. Juli |
Jetzt habe ich lange Zeit nichts mehr geschrieben. Das hängt damit zusammen, dass nicht mehr viel Interessantes geschieht. Es kehrt langsam der Alltag ein. Ich steige in den Bus ein, ohne 3 mal zu kontrollieren, ob es der Richtige ist, ich bin vor der Wohnung ohne zu wissen, wie ich dorthin gekommen bin - Alltag.
Am 14. Juli machten beide Danielas und ich uns nach der Schule auf dem Weg nach Quebec City.
Wir entschlossen uns für die billigste Variante, was soviel heisst; Oréans Express (Bus) und Übernachtung in einer Studentenresidenz für ca 25 Fr. pro Nacht. Da die Waschmaschine der Gastfamilie Feuer gefangen hat und meine Kleider deshalb noch immer schmutzig sind, musste ich in Quebec City neue Kleider kaufen. Danach gingen wir in den, von der Residenz in etwa 25 Minuten erreichbaren, Stadtteil Vieux-Quebec. Dort war gerade ein grosses Festival mit 8 Bühnen. Die einzigen für mich bekannten Europäer waren die Scorpions. Dann Nachtessen in einem italienischen Fastfood-Restaurant.
Am 15. Juli standen wir schon früh auf, um möglichst viel zu erleben. Wir entschlossen uns für ein grosses Frühstück, dann einen kleinen Snack und ein grosses Abendessen. Quebec City ist scheinbar die schönste Stadt Kanadas. Und tatsächlich, eine wunderschöne Stadt mit vielen alten, grossen, gut erhaltenen Gebäuden, schön geschmückten Parks, überall Blumen, einfach schön. Man kann stolpert sozusagen über die Sehenswürdigkeiten, überall ist etwas zu sehen. Die Altstadt mit den Kirchen, Kathedralen und einem Schloss ist aber der schönste Teil der Stadt. Quebec City ist sozusagen wie eine Treppe; der Hafen und ein Alter Teil sind unten, dann kommt eine grosse Stufe, die z.B. mit dem Funiculaire überwindbar ist, und dann die Altstadt und weiter hinten der moderne Teil. Auf den Strassen war am Abend Rambazamba. Viele Strassenkünstler waren unterwegs. Später gingen wir zurück zur Residenz, wo ich dann noch eine Unterrichtsstunde Samba geniessen konnte.
Am letzten Tag in Quebec City machten wir eine 2-stündige Stadtrundfahrt und dann einen 4-stündigen Ausflug zu einem Wasserfall, der noch höher als die Niagarafälle ist. Über dem Wasserfall (Video) ist eine Hängebrücke gespannt, und wenn man nicht schwindlig ist, spürt man die Kraft des Wassers hautnah.
Ein anderer Halt war eine Kathedrale, die auf einer Kirche erbaut wurde, sie ist riesig und atemberaubend. Dann der letzte Halt: eine Gebäude, das ein 360° Panoramabild von Jerusalem beinhaltet; beeindruckend. Dann zurück nach Quebec City, und dann wieder 2,5 Stunden Busfahrt zurück nach Montreal. Es war wunderbar. Fotos. |
18. Juli |
Gestern war mein letzter Montag in Montreal, heute mein letzter Dienstag. In der Schule war es heute besonders lustig.
Nach der Schule musste ich an den Amtrak (Zug) Bahnhof von Montreal, um ein Billet von Montreal nach New York zu kaufen. Ich hatte unglaubliches Glück; der allerletzte Platz habe ich bekommen. Huch, nochmals Glück gehabt. Später hatte ich mit beiden Danielas bei der Metrostation
Mont-Royal abgemacht. Diesmal waren auch alle pünktlich. Wir gingen auf den Mont Royal und konnten nochmals die unglaubliche Aussicht geniessen. Dann haben wir das letzte Mal zusammen gegessen, da Daniela aus Brasilien morgen nach Hause gehen wird. Es war ein recht traurig, wenn man 2 Wochen lang fast täglich zusammen ist, und dann auf einmal heisst es Abschied für wahrscheinlich immer. |
19. Juli |
| Mein letzter Mittwoch in Montreal verlief recht gemütlich. Ich ging ein bisschen im Park Centenaire und n der Umgebung spazieren. Dabei bin ich einem Biber begegnet, mitten in einer Stadt. Es war heiss heute, aber nicht so heiss wie im Wallis, ca 30° Celsius warm, wolkenlos und ein sanfter Wind. Nun habe ich auch entlich Fotos von der Umgebung und von der Wohnung. |
21. Juli |
Heute war mein letzter Schultag in Montreal. Ich durfte einen Vortrag über Wein halten. Nach dem Vortrag wurden unaufhaltsam Fragen gestellt und nun möchten alle nach Salgesch kommen, und entweder in den Reben oder in einer Weinhandlung arbeiten - Wenn die wüssten...
Nach der Schule erhielt ich noch 2 Diplome, eines für die Anwesenheit von mehr als 80% des Unterrichts, und eines fürs bestehen vom Level 7. Juhui.
Und danach wurde ein Abschiedsfest gefeiert, mit Snacks aus allen Ländern. Eine mexikanische "Süssigkeit" empfehle ich keinem, denn das war weder süss noch keit, sonder scharf und sauer. Die kanadischen Käse-Pralinen waren jedoch besser als erwartet.
Beim Mittagessen probierte ich die Quebecuasische Spezialität: Poutine. Das sind, mit Käse überbackene und in Bratensauce getunkte Pommes-Frites. Mmmh.
Dann wollte ich ins Museum der Concordia-Universität, doch das war geschlossen. Dann ins Museum der McGill-Universität: geschlossen. Also entschloss ich mich die Koffer packen zu gehen. Das machte ich auch und anschliessend bekam ich mein vorläufig letztes Mal Jamaikanische Bohnen mit Reis und Poulet. Dann veranstaltete ich einen Wallis- und Familienkennenlernabend. Die Gastfamilie hat das sehr geschätzt. Bilder zum Tag. |
22. Juli |
Heute heisst es früh aufstehen. Um 5:20 Uhr erklingt das wohltuende Geräusch meines Weckers. Dann Abschied von Francisco, meinem mexikanischen Gastbruder, der heute nach Ottawa geht. Dann Frühstück, den Rest packen und Abschied von den Gasteltern. Um 7:16 Uhr geht mein Bus zum Zugbahnhof. Dann um 9:50 Uhr mein Zug von Montreal nach New York. Jetzt noch ein allerletzter Blick auf Montreal. Nach 2 Stunden erfolgt die Passkontrolle, mit einigen Komplikationen, womöglich weil ich nicht rasiert war. Nach in etwa einer Stunde geht die Fahrt weiter. Wir durchqueren wunderschöne Wälder, Sumpfgebiete und Seen, Natur pur. Die Züge fahren mit Diesel und nicht mit Strom und schon wieder ist die Klimaanlage auf 120% eingeschaltet und alle haben zu kalt. Ich kann viel schlafen und dann nach einer Stunde Verspätung, also 11 Stunden Zugfahrt, komme ich in New York an. Heute habe ich den Sonnenaufgang im Bus erlebt und den Sonnenuntergang im Zug, das war ein prächtiger Anblick.
Dann mit einer rasanten Taxifahrt ab ins Hotel, etwas zu essen suchen und schlafen. |
23. Juli |
OK, das Hotel versprach im Internet ein Etagenbad, was sich vor Ort in ein eine-Etage-höher-Bad umwandelte. Tja, mit dem kann man ja noch leben, wären da nicht diese Holzspäne auf den Treppen und drüber ein Loch in der Decke. Ich habe es ja überlebt.
Ausgecheckt und mit dem Gepäck zum Busbahnhof Port Authority. Dann ein Billet kaufen, Gepäck abgeben und ab in die riesige Stadt. In der Schweiz gibt es keine vergleichbare Stadt. Die übergrossen Werbungen und Leuchtreklamen, alles bewegt sich. Ein Rekrutierungszentrum mitten auf der Strasse. Megafette Leute, wo das Auge reicht. Gefährliche Taxifahrten. Musicals, die am Nachmittag schon ausverkauft sind. Die Vororte haben etwa so grosse Wolkenkratzer wie Montreal, doch in Manhattan...
Nach dem Staunen telefonierte ich mal wieder zurück nach Hause. Dann ging ich ins Hard Rock Cafe New York, dort hat es von vielen bekannten Musikern Gitarren, Kleider usw. Z.B. von den Beatles.
Danach zurück zum Busbahnhof, um auf meine Onkel und Tanten zu warten. Die dann nach viel Verspätung auch endlich ankamen. Danach gingen wir mit einem Greyhound Bus nach Mont Laurel, wo uns Jim und Jo-Anne Foster (Oggier) abholten. Sie fuhren zu ihrer Wohnung in Westmont, New Jersey. Gemütliches Zusammensein und dann schlafen gehen. Die kommenden 4 Tage werde ich mit ihnen verbringen und unter anderem als Übersetzer fungieren. |
24. Juli |
Es war eine fast gute Nacht, wäre da nicht diese Uhr, die alle halben Stunden schlägt und nebenbei ist einige Meter daneben auch ein Busbahnhof für die Verbindung New York - Philadelphia, mit 20 Minuten Takten in beide Richtungen. Das Frühstück war auch hervorragend, irgendwie nicht amerikanisch, sondern gut und gesund.
Nach dem Morgenessen fuhren Jim und Jo-Anne mit uns in der Gegend umher und wir machten einen Spaziergang im Township Haddon. Am frühen Abend kam dann die Tochter Jennifer zum Essen und später die Schwester und der Schwager von Jo-Anne und noch später deren Tochter. Ein interessanter Abend mit Fotos, Videos und einem Buch folgte. Es wurde gelacht, wir hatten Spass. |
25. Juli |
Gutes Frühstück zum Zweiten. Dann etwa 40 Minuten Fahrt zu einem Haus eines Freundes. Dort hatte es einen schmalen Fluss, mit vielen Kurven. Jim zeigte uns, dass man mit einem Camion Reifen (Tube) gemütlich dahin gleiten kann. OK, das Wasser war kalt und dreckig, aber wir haben uns alle überreden lassen und sind 20 Minuten auf je einem Reifen ganz romantisch dahin gegleitet. Als wir aus dem Wasser stiegen, mussten wir nur gerade die Strasse überqueren und wir waren schon wieder am Start. Das kam uns recht komisch vor. Und gleich noch einmal.
Beim Mittag essen zeigte sich Jim als BBQ- oder Bar-BQ- oder Barbecue- oder schlicht Cue-Koch. Dann machten fast alle Siesta, ausser Marie-Rose, die mit Jo-Anne redete und ich, der mit Jim über Amerika redete. Dann Rückfahrt, duschen und Nachtessen bei Kathy und George, Jo-Anne's Schwester und Schwager. Die haben es ganz toll, einen Swimmingpool und vieles mehr... |
26. Juli |
Nach einer sehr langen Autofahrt sind wir am Ozean angekommen. Wunderbares Badewetter, doch niemand sagte uns, dass man dort baden kann, so machten Jo-Anne und ich einen Bahrfussspaziergang am Strand/Wasser. Dann tranken wir etwas und gingen die etwa 2 Meilen, zurück zum Auto.
Zu Mittag assen wir im "Besten Meeresfrüchte-Restaurant 2006" - wer auch immer das gewählt hat, hat nicht das selbe gegessen wie ich, denn der Broccoli war fast roh und das ganze schwamm in einer Buttersauce, die auf der Karte nicht erwähnt ist. Danach folgte eine Fotosession und die lange Rückreise nach Westmont.
In Westmont angekommen, entschlossen wir uns stillschweigend für eine Siesta. Für mich eine lange Siesta, bis am 20:30 Uhr. Danach konnten wir nicht schon wieder essen, was mir sehr entgegen kam, denn die Buttersauce noch immer meine Magenwand bedeckte. Nach einem letzten Fotobetrachtungsblock gingen die Männer des Hauses, unter der kompetenten Leitung von Jim, auf einen nächtlichen Spaziergang. Wir liefen das ganze Dorf Westmont, der Länge nach ab. Was bei einem 500 Personendorf nicht so viele Meter macht. Jim könnte sicher zu jedem Gebäude etwas erzählen. Es war sehr gemütlich und interessant. |
27. Juli |
Der heutige Tag startete recht früh, da es Abschied nehmen, von Jim und Jo-Anne Foster (Oggier), Bruno und Marie-Rose und Emanuel und Chiara, hiess. Wir wurden wieder nach Mont Laurel gebracht und von dort fuhren wir in verschiedene Richtungen, sie zu Emanuel's Verwandten und ich nach New York. Die Busfahrt nutzte ich, um dieses Reisetagebuch wieder zu aktualisieren. Dann mit dem Taxi ins Hotel und raus in die bunte Welt. Ich lief einfach mal umher; vor allem am Broadway, zwischen der 37. und 45. Strasse.
Um 17:00 Uhr hatte ich mit Stefan und Tamara, beim Empire State Building abgemacht. Wir gingen zusammen eins trinken und dann liefen wir in der Stadt umher. Dort durften wir an einem Filmset zuschauen, doch wir hatten keine Ahnung wer diese Schauspieler waren, und das Auto explodierte auch nicht. Am Besten war dort der Polizist mit der Cola in der Hand, der den Verkehr mit einer Hand regelte, der ohne ihn genau so gut funktioniert hätte. Ja, es sah halt cool aus. Später gingen wir noch ins Burger King etwas essen und als es anfing vom Himmel zu tröpfeln, entschloss ich mich, mich von Stefan und Tamara zu verabschieden und zurück ins Hotel zu gehen. Bilder vom 27. und 28. Juli gibt's hier. |
28. Juli |
Heute war ein Power Sightseeing-Tag. Ich stand am Morgen früh auf, dann besuchte ich Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett und kaufte mir einen "New York Pass". Dann folgte eine Tour in der "Radio City Music Hall", dem grössten Konzertsaal der Welt. Alles wurde uns gezeigt, auch Backstage, das war sehr interessant. 2 Blocks weiter sind die NBC Studios. Auch dort machte ich eine Tour, die es in sich hatte; wir durften in die diversen Studios (Braking News, Comedy, News und Sport) hinein gehen und auf alle Fragen wurde geantwortet. Nach dieser Tour folgte schon eine nächste: "Rockefeller Center Tour". Die anderen Touren dauerten etwa je eine Stunde, doch diese dauerte fast 2 Stunden. Bei dieser Tour wurde alles sehr gut erläutert, und sogar der Platz, wo der Stamm vom grössten Wehnachtsbaum der Welt am Boden befestigt wird, wurde uns gezeigt. Dann folgte ein Besuch im "Museum of Modern Art (MoMA)". Mit manchen Bildern konnte ich jedoch gar nichts anfangen - Ich hätte meine Kindergartenbilder wohl auch mal ausstellen sollen.
Dann habe ich etwas zu Mittag- und Abend- gegessen. Und weiter ging's mit "New York Skyride", einer virtuellen Stadtrundfahrt in der Art eines Flugsimulators. Und als es dunkel wird, noch mit dem Hochgeschwindigkeitsaufzug, auf die Aussichtsplattform des "Empire State Building", und das im 86 Stock. Das war mit Abstand das Beste vom ganzen Tag; Blick auf ein phänomenales Lichtermeer. Bilder vom 27. und 28. Juli gibt's hier. |
29. Juli |
New York mit dem "New York Pass", again. Ich wollte zuerst ins Madison Square Garden, doch dann habe ich die falsche U-Bahn genommen und entschied mich für die Freiheitsstatue, was ich nicht bereue. Am unteren Ende von Manhattan angekommen, kam ich auch bald zu einem Ticket, doch dann hiess es anstehen für die Sicherheitskontrolle. Hierbei fiel mir auf, dass recht roter Stoff in der Menschenmenge zu sehen ist. Und bei näherem Betrachten stellte ich mich Erstaunen fest, dass alle mit dem Schweizer-Kreuz bestückt sind. Oho, wohl eine Reisegruppe? Neinein, das sind viel zu viele. Dann fragte ich den hinter mir, der auch Schweizerisch bekleidet war, wieso dass da alles Schweizer seien und er antwortete mir. "Heute ist der SWISS NATIONAL DAY ON ELLIS ISLAND, sozusagen ein vorgezogener 1. August. Diese Schweizer die du siehst, sind alles Schweizer, die in New York leben. Es haben sich 1500 angemeldet." Wuauh. Wenn das kein Zufall war. Genau dann - Ich da! Ich ging vor Ellis Island noch zur Freiheits-Statue, dann erst auf die heute CHische Insel. Ambassador Loretan und Bundesrat Couchepin hielten je eine Rede, doch dann war ich noch auf Liberty Island. Es gibt original CH Essen, original CH Musik, original CH Village und sogar ein original, altes CH Postauto. in dem ich Pascal Couchepin fotografieren konnte.
Dann ging ich auf eine Tour im Lincoln Center, welches unter anderem, das grösste Opernhaus der Welt beherbergt - Phänomenal!
Danach Nachtessen im B.B.King's Blues Club & Grill, mit dem New York Pass für 20% Rabatt. Das Essen, sowie die Live-Band waren gut.
Danach traf ich noch Bruno und Marie-Rose, und Emanuel und Chiara, am Busbahnhof, um ihnen die vorher für sie gekauften Musical Tickets zu übergeben. Dann gingen wir noch ein bisschen spazieren, in Mitten von den ganzen Lichtern von Manhattan. Fotos vom 29. und 30. Juli. |
30. Juli |
Heute habe ich zum ersten Mal in einem amerikanischen Waschsalon betreten. Die Grösse der Maschinen ist recht amerikanisch -> übergross. Und sie schlucken nur viertel Dollar Münzen, sowie fast alle Automaten in Amerika. Nach dem Waschen kam das Trocknen, und dann das "Zämuläggu".
Danach ging ich Richtung Central Park, wobei ich am bekannten Apple Store vorbeikam und mal kurz hinein schaute. jedes Gerät konnte man probieren und von jedem Gerät hatte es vielleicht so 15 Stück. Das ganze Apple Sortiment war vorhanden. Dann ging ich in den Central Park. Diesen Park stellte ich mir immer flach vor, doch ganz im Gegenteil es hat sogar einen Wasserfall und und und. Fotos vom 29. und 30. Juli. |
31. Juli |
Um 5:30 Uhr läutete der Wecker, unter die Dusche, Morgenessen von einem Bagelverkaufsstand, und pünktlich um 7:02 Uhr beim Treffpunkt, für den Start der Rundreise. Doch es stellte sich heraus, dass mein Reisebüro mir eine falsche Zeit angab; ich war eine halbe Stunde zu früh da.
Die Reiseleiterin ist etwas älter und aus Holland, spricht aber sehr gut deutsch. Neben mir machen noch 22 andere deutschsprechende Gäste diese Reise, doch niemand aus der Schweiz. Um 8:00 Uhr ist dann auch endlich Abfahrt und der erste Stopp ist in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania. Dort besichtigen wir die Freiheitsglocke und ich hörte zum ersten Mal von deren Bedeutung. Danach gingen wir zum Haus von Benjamin Franklin, dem Vater der Väter von Amerika. Philadelphia ist stolz der Ort zu sein, an dem die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli ......... unterschrieben wurde. Dann Mittagessen, ich probierte das Philly Cheesesteak, was nichts anderes ist, als ein warmer Sandwich mit Fleisch, Käse und Salat.
Dann führte uns Bob, der Busfahrer nach Washington DC, der Hauptstadt von den USA. Auf der heutigen Fahrt sind wir, nach 393 km, in folgenden Staaten gewesen: New York, New Jersey, Pennsylvania und District of Columbia. In Washington angekommen, gingen wir direkt ins Hotel und waren frei. Am Nachmittag ging ich ins Museum für Luft- und Raumfahrt. In Washington sind im Gegensatz zu New York fast alle Museen gratis. Dieses L & R Museum war insbesondere gut, da es die meisten original Flugobjekte beherbergt, unter anderem "Breitling-Orbiter 3" von Bertrand Piccard, aus der Schweiz. Dann machte ich noch Fotos vom Capitol, von Lincoln Memorial und vom Weissen Haus, wo man seit dem 11. September 2001 nicht mehr hinein darf. (Ich habe noch nie in meinem Leben so viele FBI-Agenten gesehen, wie vor diesem Weissen Haus. OK, ich habe vorher noch nie eine FBI-Agenten gesehen, aber da hatte es sich 20 von denen.)
Am Abend wäre noch ein fakultativer Spatziergang für 30 $, doch nun bin ich am Tagebuch schreiben und 8 Tage alte Fotos ins Internet stellen. Gute Nacht. Fotos vom 31. Juli und 1. August. |
1. August |
Heute ist in der Schweiz Nationalfeiertag, aber gemäss Blick online, ohne Feuerwerk. Also macht es keinen Unterschied, ob in der Schweiz oder in Washington DC. In Washington arbeiten mehr als 500'000 Personen für die US Regierung.
Am Morgen machten wir eine Busfahrt durch Washington und durch Teile des Staates Virginia. Auf dieser Fahrt stiegen wir immer wieder aus und besichtigten Sehenswürdigkeiten wie: Friedhof der gefallenen Helden (über 300'000 Beerdigte, täglich 25 Neue), J.F. Kennedy's Grab, Lincoln Memorial, Capitol usw. Es ist zurzeit sehr heiss! Manche Thermometer können die Temperatur nicht einmal mehr darstellen, denn es ist zeitweise über 100° Fahrenheit, was um die 38° Celsius sind und manche digitalen Thermometer können nur 2 Stellen anzeigen.
Am Nachmittag ging ich dann zum FBI-Gebäude, durfte aber nicht hinein gehen. Dann ins Museum der Geschichte des Menschen und ins Museum der Amerikanischen Geschichte. Da könnte man Stundenlang verweilen, denn die sind so gross. Wie schon gestern gesagt, sind die Meisten Museen in Washington gratis. So auch diese. Dann ging ich mit dem Lift der Alten Post, auf die Aussichtsplattform, des Turmes der Alten Post. Wunderbare Aussicht - 360° Washington. Danach ging ich ins Hotel, weil zum spazieren war es einfach zu heiss.
Am Abend wollte ich die Pennsylvania Avenue bis zum Capitol laufen, doch auf halber Strecke bemerkte ich, dass sich da irgendeine Formation bereit macht. Es war die U.S. Coast Band. Und um 20:07 Uhr, küstenwachtische Unpünktlichkeit begann das Konzert. Es war wirklich toll, sehr präzise, sehr gute Intonation und fabelhafte Stimme der Sängerin. Anwesend waren unter anderem der CEO der Küstenwache, und der Oberbefehlshaber der U.S. Navy. Wobei letzterer vom FBI geschützt wurde. Danach machte ich doch noch den Nachtspatziergang zum Capitol, dann die 3,5 km wieder zurück, zum Washington Memorial und dann noch zum Weissen Haus. Fotos vom 31. Juli und 1. August. |
2. August |
5:58 Uhr, der automatische Weckdienst des Hotels weckt uns. Heute hatten wir ein langes Programm, um 7:30 Uhr war die Abfahrt nach Niagara. Und auf dieser Fahrt, von mehr als 650 km, machten wir diverse Stopps. Mitunter auch in Gettysburg, wo die grösste Schlacht des Bürgerkrieges in die Geschichte eingegangen ist. Dann noch ein erwähnenswerter Stopp, an einer Truckraststätte, wo ich die Gelegenheit nutzte, in einen dieser Trucks hinein zu schauen. In dem Truck war eine Fahrerin, die mir sagte, dass sie nun 5 Wochen am Stück, in diesem Truck lebte, und dass das noch weitere 3 Wochen so weiter gehe, bevor eine kleine Pause bevorsteht. Im Innern hatte es einen Kleiderschrank, ein Bett, eine Küche mit Kühlschrank und ein Fernseher.
Danach ging die Busfahrt weiter. Nächster Stopp war der Zoll nach Kanada, denn wir gingen auf die Seite des kanadischen Wasserfalls, das ist auch der, welcher immer auf Bildern zu sehen ist. Diesmal kriegte ich keinen neuen Stempel im Pass. Das Hotelzimmer ist wunderbar, fast wie ein x-Sternehotel.
Nach dem Einchecken ging ich noch auf einen Nachtspaziergang zu den wunderbar beleuchteten Niagara Fällen. Bilder zu Niagara. |
4. + 5. August |
Auf der Fahrt nach Chicago haben wir erlebt, wie man in den USA umzieht: Man nehme mehrere grosse Laster, dann wird das Haus geteilt, verpackt und weggeführt.
Sobald dass wir in Chicago einfuhren, wurde mir klar, dass das bis jetzt die schönste Stadt in den Staaten wird, die ich gesehen habe. Alles ist sauber, nicht überfüllt, es hat viele grüne Parks und das Hauptargument; Eine schrecklich nette Familie spielt in Chicago und ich sah den Brunnen vom Vorspann.
Der heutige Tag hatte 25 Stunden, da wir über eine Zeitzone fuhren. Nun sind wir 7 Stunden hinter der "Salgescher Zeit".
Hier gab es nur ein Problem, man musste beim Aquarium, in dem nebst 16 Mio Liter Wasser, auch noch Fische und Pflanzen zu sehen gewesen wären, eine Stunde anstehen. Deshalb entschloss ich mich ins Field Museum zu gehen, dort konnte man mehr als 20'000'000 Objekte bestaunen, so z.B. Sue, den grössten und am besten erhaltenen Dinosaurier.
Am nächsten Morgen gingen wir auf den Sears Tower, den 3. grössten Turm der Welt. Ein wunderbarer Blick in die Ferne und Nähe. Dank dem guten Wetter konnte man 30 Meilen weit sehen.
Am Navy Pier waren zurzeit verschiedene Segelschiffe, die mich jedoch nicht so überwältigten. Aber den Blick auf die Skyline genoss ich. In Chicago lohnt es sich einfach zu Fuss die Stadt zu erkunden, denn gemäss Hotelbroschüre ist Chicago die Stadt mit der besonderen Architektur. Dieser Aussage stimme ich sofort zu, denn etwas Besonderes ist, dass die Stadt nicht von einem Feuer oder von Zerstörung heimgesucht wurde, sodass Alt und Neu nebeneinander zu finden ist. Aber auch im Millennium Park oder beim Buckingham Brunnen (Al Bundi's Brunnen) kann man einfach verweilen und geniessen. Und eine Fahrt mit dem "L" (Elevated-Train), sollte man umbedingt riskieren. Fotos. |
6. August |
| An diesem Tag machten wir eigentlich nichts ausser im Bus zu sitzen und über 900km, von Chicago nach Sioux City zu fahren. Die Landschaft war recht monoton. Von diesen 900km waren sicherlich 800km nur Maisfelder. Soviel zum Thema Monokulturen. |
7. August |
Heute ging's von Sioux City über Badlands NP und Mount Rushmore nach Rapid City. Auf dieser Reise sahen wir eine echte Geisterstadt - alle Häuser waren leer - komisches Gefühl. Ausserdem haben wir nun wieder eine Zeitzone überfahren. Nun sind wir 8 Stunden hinter Mitteleuropa, in der so genannten Mountain Standard Time Zone. Und ausserhalb des Busses war nun nicht mehr nur Mais zu sehen.
Unser erster Stopp war beim Maispalast, der total mit Maiskolben dekoriert war. Die Motive werden alljährlich geändert. Nun habe ich gelernt, dass es Maiskolben in 11 verschiedenen Farben gibt: Also Mais ist nicht gleich Mais.
Nächster Stopp war The Badlands National Park, wo in Tausenden von Jahren Erosionen eine grosse Vielfalt von merkwürdigen Formen in den weichen, farbenprächtigen Steinformationen unterhalb der Prärieerde, erzeugt haben.
Dann ging's nach Black Hills, wo der Bildhauer Gutzon Borglum die Gesichter der Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Theodore Roosevelt in den Granit des Mount Rushmore meisselte.
Fotos gibt's hier. |
8. August |
Rapid City liegt nahe Sturgis, einem kleinen Dorf, wo sich in diesen Tagen, täglich um die 60'000 Harley Davidson Fahrer treffen. Ich habe noch nie so viele Harleys gesehen, das war ein Erlebnis. Zu Sturgis gibt es noch eines zu sagen: Dieses Dorf existiert nur für die erste Woche im August, sonst lebt dort niemand.
Nach einigen Kilometer fuhren wir durch Gillette, einer Stadt, die von der Produktion von Steinkohle und Erdöl lebt.
Das Durchschnittsalter der Einwohner ist gerade mal 27.
Später kamen wir zum höchsten Punkt unserer Busreise, als wir einen Pass überquerten, der 2700 Meter über Meer liegt.
Nun sind meilenweit Getreidefelder zu sehen. So weit das Auge Reicht! Dementsprechend ist auch die Grösse der Erntemaschinen ausgelegt; das sind Monster.
Am Abend fuhren wir durch die Bighorn Mountains, bis wir das Hochplateau erreichten, auf dem Cody, die von dem berühmten Westernhelden Buffalo Bill gegründete Stadt, liegt. |
9. August |
Heute fuhren wir in den Yellowstone National Park. Dieser Park ist vor allem bekannt dank seinen Geysiere. Der Yellowstone NP beinhaltet 60% aller Geysiere der Welt. Der berühmteste ist der Old Faithful, der alle 90 Minuten ausbricht.
Viele Bäume sind tot und zwar aus folgenden Gründen:
1. Waldbrand in den 80er Jahren, der 1/3 des Waldes abbrannte.
2. Ein Virus, das alle nichtresistenten Bäume tötet, sich aber nun nicht mehr weiter ausbreitet.
3. Die thermische Aktivitäten, welche gewisse Mineralien auflösen, die sich in den Wurzeln der Bäume wieder binden und so die Wasseradern verstopfen.
Im Park war es kalt, am Morgen hatte es gerade mal 50° Fahrenheit. (Vergleich New York: mehr als 100° Fahrenheit.
Wir begegneten Bisons (Büffel), Elchen, Rehen und Präriehunden. Die Büffel waren manchmal auf der Stasse, wo sie mit den Rangerautos spielten und nebenbei lange Staus verursachten. Fotos |
10. August |
Heute verbrachten wir sehr viel Zeit im Bus, wir fuhren von West Yellowstone (Montana) nach Salt Lake City (Utah). In Salt Lake City befindet sich das Zentrum der Mormonen. Der mormonische Glauben unterscheidet sich nicht stark vom katholischen Glauben; sie glauben, dass es noch immer Propheten geben kann und trinken keinen Alkohol und kein Kaffee. Die Führung um den Tempel wurde durch eine junge Schweizerin gemacht, wodurch ich endlich wieder einmal live Walliserdeutsch sprechen konnte. |
11. August |
Der erste Stopp der heutigen Tour, brachte uns zum Wohnort von Harrison Ford, doch ausser sein Skigebiet und einige touristischen Fassaden, bekam man da nicht viel zu sehen.
Was jedoch folgte, sprengte meine Vorstellungen um alles. Denn als ich die Bustour buchte, und das Wort National Park hörte, stellte ich mir Wald und Tiere vor. Doch die Blicke die ich heute geniessen konnte, werde ich nicht so schnell wieder vergessen. Im Bryce Canyon National Park sah ich unbeschreibliche Konstruktionen der Mutter Natur. Die vereinten Kräfte von Wind, Wasser und Eis haben eine Landschaft aus Felssäulen in merkwürdigen Formen und Grössen geschaffen. Diese Steinformationen werden Hoodoos genannt. Die Hoodoos erzeugen ein Labyrinth aus sich ständig ändernden Formen und Farben, von einem leuchtenden Orange, zu einem blassen Rosa oder Ocker. Da sprechen die Fotos für sich.
Am Abend besuchten wir noch ein Rodeo, mit Pferden, Bullen, Cowboys und Cowgirls, und Kühen, Schafen und Lassos. Und beim Sonnenuntergang kam das perfekte Cowboy Feeling auf. |
12. August |
Der Tag begann wie die meisten anderen, 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr Koffer bereitstellen und 8 Uhr Abfahrt. Bob, der Busfahrer fuhr uns zum Lake Powell (3000km Küstenlinie), einem Stausee und zu dessen Staumauer, den Glen Canyon Damm. Dieser Damm ist der letzte grosse Damm, der erbaut wurde, um die Wasserkraft des Colorado Rivers zur Energiegewinnung (1,3 GW) nutzbar zu machen. Er ist 11- bis 91 Meter dick und ist mit seinen 216 Meter, der zweithöchste Staudamm der USA. Nun überfuhren wir wieder eine Zeitzone, nun sind wir 9 Stunden hinter der Miteleuropäischen Zeitzone.
Dann, weiter zum Grand Canyon National Park, einer weiteren Stufe der Colorado Hochebene. Hier wurde ich nochmals überwältigt. Ich kann es nicht beschreiben, der Canyon ist soo unfassbar gross. Der Colorado River, der Erschaffer dieser Wunderlandschaft, erschien nun unbedeutend in dieser gewaltigen Schlucht. Das Sonnenlicht liess den Canyon jede Stunde anders erscheinen, denn die Farben und Schatten ändern sich ständig. Einige Daten: durchschnittlich 1,6 km tief, durchschnittlich 15 km breit, 446 km lang. Wie immer: eindrückliche Fotos. |
13. August |
Wir liessen die Naturwunder des Grand Canyon hinter uns und fuhren zu den künstlichen Wundern von Las Vegas. Auf dem Weg dorthin erlebten wir ein bisschen von der Romantik jener Tage, als die Route 66 Amerikas Hauptstrasse war. Ein Besuch bei Angel Delgadillo, dem wohl verrücktesten Barber der Route 66, rundete diese holprige Strasse ein wenig ab.
Am Nachmittag überquerten wir den Colorado River und betreteten somit den Staat Nevada. Nach den Naturwundern der letzten Tage, gibt es wohl keinen grösseren Kontrast als die Stadt Las Vegas. Es erschien fast, als sei nur noch der Himmel die Grenze! Casinos versuchen mit Prunk und aufwendigen Shows die Besucher in ihre Spielhallen zu locken. Bei einer Nachttour durch Las Vegas kam man das Lichterspiel erst richtig zu sehen. Unglaublich hoch 2. Und als Pflicht, spielte ich auch an einem der Spielautomaten. Mein Einsatzt waren 2 Dollar. Ich spielte nur an Automaten mit 1 Cent Einsatz und gewann auch, so dass ich dann 2,86 Dollar verspielen konnte/musste. Einige Daten zu Las Vegas: Ein Casino macht jährlich einen durchschnittlichen Gewinn von 8 Mio Dollar. Pro Sekunde gibt das 160 Dollar (Gewinn!!!). Und noch was Casinos haben nie eine Uhr und den Ausgang fand ich auch fast nicht, der war sehr sehr gut versteckt. Fenster und somit Tages-/Nachtlicht gibts auch keine. Fotos |
14. August |
Heute liessen wir Las Vegas hinter uns und fuhren durch die Mojave Wüste. Am Ende von Kaliforniens "Empty Quarter" liegt Barstow, so genannt da sich in diesem Ort mehrere Interstate Autobahnen treffen. Ja, was will man über Wüste sonst noch schreiben...?
Los Angeles, wird auch L.A. genannt und ist die zweitgrösste Stadt Amerikas. Hier gefällt es mir gut. Es ist sonnig, aber nicht heiss - ideal. Zu sehen gibt es hier soo viel. Und nach dem Einchecken machen wir eine Stadtrundfahrt. Sagen euch diese Worte etwas: Beverly Hills, Olvera Street, Hollywood, Walk of Fame und Santa Monica, um nur einige zu nennen. In Santa Monica haben wir am Abend im Bubba Gump gegessen, wie Forest Gump. Es war ein wunderbarer Abend, vor allem weil wir am Tisch soviel Spass hatten... |
15. August |
Der 2. Tag Los Angeles führte uns in die Universal Studios zu Hollywood. Was ich besonders toll fand, war die Studio Tour, wo wir an die verschiedenen Drehorte aktueller oder ehemaliger Filme und Serien geführt wurden. Mit speziellen Effekten wurden wir so richtig durchgerüttelt, und nass. Dann ging's zum Jurassic Park "The Ride", wo man in einem Boot gemütlich in der Welt des Jurassic Parks herum cuised bevor man einen 84 Fuss hohen Wasserfall, im Freien Fall herunter fällt. Ich wollte nochmals und die anderen gingen zur Mummy "The Ride". Dann nach Shrek 4D und den Blues Brothers folgte noch Water World - das sind Stundmen. Zu diesem Tag gibt es Fotos und wieder mal einen kleinen Film. |
16. August |
| Am 16. August ging's von Los Angeles über Santa Barbara nach Pismo Beach. So steht es zumindest im Programm. Aber aus Pismo Beach wurde dann sonst irgendein Kaff. Aber Yvonne und ich liessen uns den Spass und den Sonnenuntergang nicht nehmen. Wir gingen per Taxi nach Pismo Beach (10 Dollar (inkl. Trinkgeld)) Das war wunderschön, was die Fotos teils hoffentlich rüberbringen. Danach wollten wir zurücklaufen, aber natürlich nicht auf der Autobahn. Wir liefen und liefen und kamen dann in ein Ort mit dem Namen unseres Hotel-Aufenthaltsortes. Doch keine Spur vom Hotel. Und wie das so nach einem Sonnenuntergang ist - dunkle Nacht. Zum Glück brachte uns ein Freund eines Starbucks-...-Managers für 5 Dollar zurück zum Hotel. Sein Auto glich einer Müllhalde. Ich wollte ihm eigentlich die Hand geben, doch das liess ich dann. Es gibt doch noch nette Leute; man bedenke, dass wir schon dachten, sie würden uns entführen. Fotos |
17. August |
Und schon ist die letzte Fahrt mit dem Bus der Bustour quer durch die Staaten. Nach 8400 km, in 18 Staaten und 4 Zeitzonen eine kurze Bilanz: Es war ein gemütlicher Bus, und Bob war ein guter Fahrer.
Es ging von Pismo Beach nach Monterey und dann nach San Francisco. Dort hatte ich komischerweise ein anderes Hotel als alle anderen... Mein Reisebüro...
Zu der Situation mit dem Reisebüro kommt noch dazu, dass ich am 20. direkt neben dem Hotel von den anderen sein muss (30 Min oder 15 $), was ich aber am 17 noch nicht wusste. OK. Komme dann dazu. |
18. August |
Ich hatte das Glück, dass mich die Reiseleiterin auf die Stadtrundfahrt (San Francisco) mitfahren liess, obwohl dass das von meinem Reisebüro nicht gebucht wurde (New York auch nicht, wusste auch nichts davon, bis am Tag danach). Heute durfte ich trotzdem mit. Danke Joyce.
Die Stadt hat Sehenswürdigkeiten, aber aufgrund der ca. 400 Hügel, ist es nicht gemütlich umher zulaufen. Zu den Sehenswürdigkeiten
gehören: Cable Cars, die Viktorianischen Häuser - à la "Full House", die Golden Gate Brücke, das Pier 39 und eben die Hügel mit den steilen Strassen.
Dann Abschied von allen. Besonders schwer fiel es mir, mich von den Nürnbergern zu verabschieden, da ich meist mit ihnen zusammen war. Sehr viel Spass aber auch Schläge und Hiebe waren der Alltag =) Fotos |
20. August |
So, heute erkläre ich die Situation mit meinem Reisebüro. Vom 18. auf den 19. hatte ich in zwei Hotels ein Hotelzimmer gebucht. Wusste dies aber erst am 19. als ich zum zweiten Hotel gehen musste um mich mit dem ATI-Agenten zu treffen, der aber schon am 18. da war... Das reicht fürs erste.
Um 7:30 Uhr ging ich in die Cathedral of St. Mary of the Assumption zur Messe. Hier regte mich auf, dass es viel zu viel Echo
gibt und dass der Sakristan dem Pfarrer das Messbuch halten musste.
Dann auschecken und mit dem Mietauto aus der Stadt und über die Golden Gate Brücke. Diese Brücke ist recht lang, so kam es mir jetzt mit dem Auto zumindest vor. Zum Vergleich: in Salgesch von Bahnhof zur Kirche, zurück und wieder zur Kirche - etwa. Auf dem Highway Number 1 ging's Richtung Fort Bragg. Sehr wechselhafte Landschaften bekam ich zu Gesicht. Alles immer noch in Kalifornien. Aber einen Abstecher nach Napa Valley wagte ich aus Zeitgründen nicht. Fotos vom Trip am Pazifik Richtung Norden.
Und jetzt neu: Die GPS Route |
21. August |
6:30 Uhr erklang der Wecker -> das nenne ich Ausschlafen! Ich musste noch die Homepage erneuern und die Route für den heutigen Tag studieren. Dann Kofferpacken und Auschecken. Es ist neblig, wie an der Westküste oft der Fall ist. Das Auto war mit einer Schicht Dunst bedeckt. Es schien zu regnen, doch es war der Nebel. Danach einkaufen für den Tag; Mini Bagles, Cheddar Dip mit Paprika, Brasilianischer Fleischkäse und Schokoladen Brownies mit Mintgeschmack. Alles zusammen reichte für den ganzen Tag.
Es war eine ruhige Fahrt, zuerst der Küste entlang, dann über die Berge, an den Mammutbäumen vorbei, oder drunter durch, und wieder der Küste entlang. Das Wetter besserte sich stetig-proportional, mit konkavem Charakter, zur Entfernung zur Küste, beim Entfernen. Und somit auch stetig-umgekehrt-proportional, mit konvexem Charakter, zur Entfernung zur Küste, beim Annähern.
Tanken funktioniert hier gleich wie in der Schweiz, man kann jedoch auch an der Kasse bezahlen gehen, dort muss man aber vor dem Tanken bezahlen. Also, herzlichen Dank der Kreditkarte, die uns das Leben bezüglich Geldausgeben, jedoch bezüglich Geldverdienen nicht unbedingt einfacher macht. Dann noch einen Spaziergang am Strand und auf einem 3,3 Meilen Pier. Und der Sonnenuntergang beim Leuchtturm von Crescent City. Und wie immer: Fotos und seit gestern neu: Die GPS Route |
2. September |
Heute hiess es früh aufstehen, denn es liegen über 440km vor mir. Kaffee im Hotel, dann noch ein kurzer Tankstopp in Jackson Hole und ab nach Salt Lake City.
Zuerst über einen Pass, kurz mal über die Baumgrenze und dann wieder hinunter, wo das Auto Bremsprobleme hatte. Obwohl ich selten bremste fing das Lenkrad beim Bremsen an zu schütteln und der Wagen war nur schwer zum Stillstand zu bringen.
Dann folgten Korn- und Getreidefelder. Hier waren die bis zu 300 Meter langen Bewässerungssysteme, die eigenständig durch die Felder fuhren, interessant. Auch die riesigen Erntemaschinen, die durch die unendlich weiten Felder fuhren.
In Salt Lake City wollte ich dann ins Familienforschungszentrum der Mormonen, doch die hatten schon geschlossen. Darum machte ich eine Wanderung durch das Stadtzentrum. Dann ging ich noch schnell das Auto auftanken, bevor ich dann Oliver am Flughafen abholen wollte.
Am Flughafen von Salt Lake City gibt es so genannte Park & Wait Lots, wo man im Auto auf Fluggäste warten kann. Sobald die Passagiere abholbereit sind, wird das auf den drei Anzeigetafeln so bekannt gegeben. Doch als Olivers Flug abholbereit war, und ich mich zum Gate 2 Abholbereich begeben wollte, bog vor mir ein Wagen mit Blaulicht und Sirene, mit der Aufschrift Bomb Squat, ein. Bombenalarm. Und wo ist Oli??? Hat er die Bombe mitgebracht? Ein riesen Chaos, hunderte Autos, Polizei, Sicherheitsdienst und und. Doch nirgends war Oli. So fuhr ich 6-mal auf der grossen Schlaufe des Flughafens, da man nicht mehr anhalten durfte. Dann, er ist auf dem Handy erreichbar. Noch 2 zusätzliche Schlaufen und wir fanden uns. Doch das nächste Problem war zurück zum Hotel zu gelangen. Da die Lampen des Mietwagens wie Kerzenlicht scheinen, war es kein leichtes Unterfangen die Schilder zu lesen.
Nachtessen im Mc Donald's. Fotos, GPS-Route, GPS zum Flughafen. |
12. September |
Heute 7:45 Uhr aufstehe. Dann hiess es Waschen, was für mich Routine war, war für Oliver ein Abenteuer sondergleichen. Nachdem wir die Wäsche in die Trockner gelegt haben und die auch teils eingeschaltet haben, gingen wir zum Frühstück. Danach kontrollierten wir, ob die Wäsche trocken ist. Doch Oliver hat nur das Geld eingeworfen und die Tür geschlossen, doch nicht auf den Startknopf gedrückt. Also nochmals von vorn.
Dann fuhren wir um 11 Uhr endlich los. Das einzige was wir betrachteten war der Hoover Dam; für mehr reichte es nicht mehr... (à la Oli:"Mehr gab es auch nicht zu sehen."
Endlich mal wieder Internet.
Fotos, GPS-Route. |
14. September |
Heute haben wir es geschafft, in einer unglaublich kurzen Zeit vom Hotel, wegfahrbereit ins Auto zu kommen. Am Lake Powell Blvd. fuhren wir nochmals an den 15 Kirchen verschiedener Religionen vorbei, um im Burger King das Breakfast No. 1 zu bestellen.
Dann zum Glen Canyon Dam (Damm des Lake Powell). Um ins Besucherzentrum gelangen zu können, mussten wir sogar durch eine Sicherheitskontrolle. Dann wurden wir aufgeklärt, über den 1963 erbauten-, seit 1980 vollen-, 11- bis 91 Meter dicken Staudamm. Sein Eliktrizitätswerk produziert 1,3 GW, was sogar mehr als die Leistung eines durchschnittlichen Atomkraftwerkes entspricht.
Danach fuhren wir weiter zum Navajo National Monument, wo wir ein indianisches Lehmhaus betreten konnten. Die Aussicht auf die abgeschliffenen Felsen war eindrucksvoll.
Dann weiter zum Monument Valley. bekannt für seine John Wayne Western Filme, das sich selbst als meistfotografiertes Motiv Amerikas auszeichnet. Nach einem Besuch im Visitor Center machten wir uns auf dem Weg, weg vom Weg. Off Road gings ins Valley, was mir sehr gefiel. Leider gelang es mir trotz Regen und Lehm nicht, das Auto total zu verschlammen. Die Indianersiedlungen darf man nur mit der Bewilligung der Bewohner fotografieren, und dollarische Entschädigung ist sehr willkommen.
Dann einchecken im Hampton Inn und Stromausfall...
Fotos, GPS-Route. |
|
|
Unterteilt |
| |
Hier geht's zum Tagebuch Juni
|
|
| |
Hier geht's zum Tagebuch Juli
|
|
| |
Hier geht's zum Tagebuch August
|
|
| |
Hier geht's zum Tagebuch September
|
|
| |
|
|
|
|